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Vereinslokal

Zum goldenen Stern Bernd Temme Martinistraße 2
48268 Greven
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Aus der Chronik der Kolpingsfamilie Greven

Am 06. Juni 1869 schlossen sich in Greven 107 junge Menschen, Handwerker, Arbeiter und Ackerknechte, zum Gesellenverein zusammen. Erster Präses war Vikar Schwinde. Dieser fromme und seeleneifrige Priester formte und bildete in den sonntäglichen Versammlungen bei Vortrag, Lied und Unterhaltung die Mitglieder zu verantwortungsbewussten Christen und frohen Menschen. Vereinslokal war die Gaststätte: Winninghoff „Zum Goldenen Stern“ blieb es über 45 Jahre, bis 1914 der Verein sein eigenes Gesellenhaus beziehen konnte.

Unter dem 4. Präses, Herrn Kaplan Haversath, feierte der Verein1894 sein 25-jähriges Stiftungsfest. In der Festrede des neuen Diözesanpräsens Msgr. Kochmeyer war der Gedanke der religiösen Grundhaltung des katholischen Gesellenverein das leitende Thema. Gebet, Kommunion, religiöser Vortrag und Exerzitien wurden als Heilmittel gegen die immer stärkere Gottesfremdung der Welt jedem Kolpingsohn geboten und gefordert.

1906 setzte Herr Kaplan Wempe die Arbeit seiner Vorgänger fort, insbesondere in der Entwicklung des Unterrichtswesen und der Schulung. Ihm gelang es, auch ein lang ersehntes Ziel zu verwirklichen. Dem Verein ein eigens Heim zu Bauen. Mit einem Gast- und Aufenthaltsraum und seinen 28 Betten wurde es in die große Tradition der Gesellenhäuser aufgenommen. Die Einweihung des Hause am 02. August 1914 stand ganz im Schatten des 1. Weltkrieges.

Für das äußere und innere Leben des Vereines waren die Folgen des Krieges bald überwunden. 1920 war die Zahl der Kolpingsöhne wieder auf 147 angestiegen. Fach- und Meisterkurse vermittelten das für den Beruf und das Leben notwendige Wissen.

Die Übernahme der politischen Macht durch die NSDAP brachten neue Probleme mit sich. Pastor Hellkuhl war in der Zeit vom 1931 bis 1941 Präses des Gesellenvereins. Für Herrn Kaplan Konermann, seit 1941 Präses, war es nicht leicht den jungen Menschen, in denen vieles zerbrochen war und die ohne Zukunft verbittert, nur ihr Vertrauen bewahrt hatten, neue Zuversicht und Lebensfreude zu schenken. In den Jahren von 1939 bis 1950 war das Kolpinghaus beschlagnahmt. In dieser Zeit ist dem Haus erhebliche Schaden zugefügt worden.

Das 75-jährige Stiftungsfest konnte im Jahre 1944 auf Grund des Kriegs nicht gefeiert werden. Dieses wurde dann in Jahr 1949 als 80-jähriges Stiftungsfest gefeiert. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Kolpingsfamilie mehr als 500 Mitglieder. Die Erweiterung des Kolpinghauses in den Jahren 1952/1953 war die Anpassung an die veränderten Bedürfnisse. In den folgenden Jahren gab es ein reges, abwechslungsreiches Leben in der Kolpingsfamilie. Es wurde ein Kolpingchor, nur weinige Jahre später einen Fanfarenzug (von 1954 bis1992), und eine Theatergruppe gegründet.

Im Jahre 1969 feierte die Kolpingsfamilie ihr 100-järiges Stiftungsfest. In den folgenden Jahren hat die Kolpingsfamilie Höhen und Tiefen, frohe und traurige Zeiten erlebt Erfolgreiche und enttäuschende Arbeit. Auswirkung der Medien auf die gesellschaftspolitische Entwicklung bestimmte in den 25 Jahren das Leben und Wirken der Kolpingsfamilie. In dieser Zeit (1992) wurde das Kolpinghaus verkauft.

Im Jahre 1994 folgte das 125-jähriges Stiftungsfest. Was vor 125 Jahren begann, soll auch in Zukunft seine Fortsetzung finden. Nach dem Abbruch des Kolpinghauses in Jahre 1999 wechselten wir wieder ins  Gründungslokal: Gaststätte Winninghoff („Zum Goldenen Stern“) zurück. Immer aber ist die Vervollkommnung der Kolpingschwerster und –brüder in ihren vielfachen Beziehungen Ziel und Aufgabe dieser Kolpingsfamilie gewesen und wird es auch in Zukunft sein.

 
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